
Die komplette Ausgabe im PDF Format.

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Titelthema- Gesundheit kostet Geld! Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Gesundheitsversorgung – streng profitorientiert statt Grundrecht – eine Ware ist. Trotz der strengen organisatorischen Trennung der verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens herrscht auch hier ein täglicher Konkurrenzdruck auf Betriebe und Angestellte.
Natürlich sehnen wir uns nach einem schnellen, möglichst stressfreien, günstigen und erfolgreichen Ende der Behandlung: Gesund wollen wir schließlich werden und es am besten bleiben! Doch ob unter diesen Bedingungen die notwendige Pflege und Behandlung optimal und zufriedenstellend für uns Patient*innen organisiert werden kann, steht zur Debatte. Wenn selbst ein landeseigener Betrieb im Gesundheitsbereich, wie die Charité, vom Berliner Senat unter Sparzwang gesetzt wird, sollten wir aufhorchen und uns fragen, welcher Logik hier unsere Grundversorgung zum Opfer fällt und wer als Erste*r dadurch erkrankt.
„Berliner Krankenfabriken – Krankgespart für ein gesundes Plus“ weiterlesen

«Plumpe» – ein schönes Wort, wie wir finden. Umgangssprachlich wurde früher der Gesundbrunnen, aber auch das alte Hertha-Stadion so genannt. Im alten Berlin meinte es die «Wasserpumpe». Als Teil unserer Berichterstattung über Wedding und Gesundbrunnen wollen wir das Wort Plumpe wieder aufnehmen.
In dieser Ausgabe legen wir unseren Schwerpunkt auf das Thema Gesundheit. Das mag banal klingen, betrifft uns aber alle tagtäglich. Die einen, weil ihnen unzählige Krankenwägen zwischen den fünf Krankenhäusern des Bezirks den Schlaf rauben, die anderen, weil sie als Kassenpatient*innen eben doch erst in drei Monaten einen Termin für die Untersuchung bekommen. In verschiedenen Beiträgen versuchen wir, das Gesundheitssystem in unserem Bezirk kritisch zu durchleuchten. Dazu gibt es wie immer viele andere Berichte über Initiativen und Nachbar*innen und auch die Rubriken Geschichte und Kultur sind wieder gefüllt.
Die Plumpe ist aus der Einsicht entstanden, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse sich dort am deutlichsten zeigen, wo wir wohnen und leben: Steigende Mieten, Verdrängung, Alltagsrassismus, Druck und Drangsalierungen durch z.B. das Jobcenter, staatliche Überwachung und rechte Hetze gehören auch im Wedding und Gesundbrunnen zum Alltag. Um gegen diese Zustände anzugehen, um sich gemeinsam zu wehren oder sich zu unterstützen, tun sich im Kiez auch immer wieder Menschen zusammen. Wir wollen über die sozialen Kämpfe in unseren Kiezen berichten und euch Nachbar*innen darüber informieren, was nebenan passiert. Wir sind keine Mitglieder irgendwelcher Parteien, noch sitzen wir in irgendwelchen Gremien der Bezirke oder des Berliner Senats. Trotzdem ergreifen wir Partei. Die Texte, die wir veröffentlichen sind vielfältig – genau wie unser Kiez.
Bei euch im Haus, Block oder Kiez tut sich was? Habt ihr euch mit Freund*innen, Nachbar*innen, oder Kolleg*innen zusammengetan und wollt, dass wir darüber berichten? Dann schreibt uns!
post@plumpe.online
In den Weddinger Kiezen gibt es einige offizielle Anlaufpunkte um euch euer Exemplar der Plumpe zu sichern! Hier eine kleine Auflistung:
- Basta! Die Erwerbsloseninitiative, Schererstr. 8, 13347
- Café Cralle Frauen*kneipenkollektiv, Hochstädter Straße 10 A
- EOTO e.V., Togostraße 76, 13351
- Freie Arbeiterinnen u. Arbeiter-Union, Grüntaler Straße 24, 13357
- Genossenschaftsprojekt Prinzenallee 58, 13359
- Demokratie in der Mitte, Osloer Str. 12/2, 13359
- Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Str. 74, 13351
- Küche für Alle – jeder erste Mo. im Monat , Groninger Str. 50, 13347
Jenseits davon findet ihr die aktuelle Ausgabe in dem ein oder anderen Café, Imbiss oder Spätkauf zwischen Amrumer Straße., Leopoldplatz, Nauener Platz, Badstraße und Brunnenviertel wieder, einfach die Augen offen halten!

Ende April erschien die dritte Ausgabe der Weddinger Lokalzeitung “Plumpe”. Seit gut einem Jahr berichtet eine kleine Redaktion von lokalen Aktivist*innen über Initiativen und Aktionen, erzählt aber auch Geschichten über die eigensinnigen Bewohner*innen des Stadtteils im Nord-Westen Berlins. Wir sprachen mit zwei Redakteur*innen über Gegenöffentlichkeit im Stadtteil und motivierende Momente beim Aufbau einer linken Stadtteilzeitung. (…) – Lower Class Magazine
Gegenöffentlichkeit geht auch offline – Die Weddinger Stadtteilzeitung „Plumpe“