„Unser Theater ist Selbst-Empowerment von der Klasse für die Klasse“

Kultur – Das Theather X macht seit 2009 emanzipatorische Kunst in Moabit. Es versteht sich als alternatives CommUNITY-Theater, das von Jugendlichen und Mitarbeiter*innen gemeinsam, im Co-Management, konzipiert und betrieben wird. Im Zentrum des Bühnenprogramms und der Eigenproduktionen steht eine kritische künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen aus der Perspektive marginalisierter Jugendlicher. Wir sprachen mit dem künstlerischen Leiter des Kollektivs Ahmed Shah:

Was ist das Theater X?

Das Projekt Theater X steht für die Orte, die es nicht gibt, für die Geschichten, die nicht erzählt werden. Geschichten von Existenz und Widerstand von Frauen, von queeren Menschen, von Menschen aus anderen Orten der Welt, von Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben. Das was es nicht gibt, soll es geben, dachten wir, als wir dieses Projekt gestartet haben. X steht für den Inhalt unserer emanzipatorischen Kunst, die sonst keine Bühne findet. X heißt auch Widerstand im Geiste von Malcom X und Angela Davis. X ist aber auch ein Stil: caring, sharing, fair. Theater X ist ein solidarischer Ort, wo du hingehen kannst, wenn du Hilfe brauchst. Veränderung ist wichtig, nötig, möglich und wir möchten durch unsere Kunst etwas dazu beitragen. Wir machen Theater damit wir unser Leben verändern können. „„Unser Theater ist Selbst-Empowerment von der Klasse für die Klasse““ weiterlesen

Hertha-Fans retten Eckkneipen

Er ist noch zu retten! Der Kugelblitz uffn Wedding in der Liebenwalder Straße 46.


Sport–
 PLUMPE Interview mit der Aktion Hertha-Kneipe.

Warum hat die Aktion so gut eingeschlagen – was waren die Voraussetzungen dafür?

Dafür waren wahrscheinlich mehrere Faktoren ausschlaggebend. Zum einen war das Zusammengehörigkeitsgefühl zu Beginn der Pandemie sehr stark. Jeder kannte Leute, die durch die Entwicklungen arbeitslos oder zumindest in Kurzarbeit geschickt wurden. Viele Läden mussten schließen – darunter eben auch die Lieblings(Hertha)kneipe. Der Wille zu helfen war sehr groß. Grundsätzlich muss man sagen, dass viele Fußballfans eine ausgeprägte soziale Ader haben. Darüber hinaus haben wir mit unserer virtuellen Kneipe einen Nerv getroffen. Die Leute saßen ununterbrochen zu Hause, waren oftmals isoliert. Und am Wochenende hat der Stadionbesuch mit Freunden, das Bier in der Kneipe gefehlt. Durch unsere Aktion kamen wir trotzdem zusammen, haben bekannte Freundschaften gepflegt und neue geschlossen.
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Die Anfänge des proletarischen Sports

Die ehemaligen Hertha BSC Sportstätte «Plumpe» aus «Die Fussball-Woche» (1928)

Sport und Kultur Viele Sportstätten und Vereine haben eine lange Traditionen in Berliner Kiezen. Fussball als Massensport z.B. war und ist ein gesellschaftlicher Bereich, der weiterhin eine starke Anziehung auf viele Menschen hat. Kein Wunder also, dass auch politische Ideen im Sport auf verschiedene Art und Weise ihren Ausdruck fanden.

Mit der Entstehung der organisierten Arbeiter*innenbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildete sich auch eine proletarische Sportbewegung heraus. Die sogenannten Sozialistengesetzen (1879 – 1890) unter der Reichskanzlerschaft Otto von Bismarcks wirkten sich auf sozialdemokratisch gesinnte Sportler*innen aus, die aus dem bürgerlichen Deutschen Turnerbund (TB) oft ausgeschlossen wurden. Erst nach dem Fall der Sondergesetze konnten Sozialist*innen eigene Sportvereine und -bünde gründen, wie 1893 den Arbeiter-Turnbund (ATB) in Gera in Thüringen. Die staatliche Repression gegen die Arbeitersportbewegung, die als Gegenströmung zum Patriotismus betrachtet wurde, hielt weiter an. Dennoch bekamen proletarische Vereine immer mehr Zulauf durch klassenbewußte sportbegeisterte Arbeiter*innen. „Die Anfänge des proletarischen Sports“ weiterlesen

Hertha­-Fans vertei­digen Grundrechte – Interview mit der Fanhilfe Hertha BSC – Förderkreis Ostkurve e.V.

Themen– In Bayern ist es bereits installiert und schon längst weckt das «Polizeiaufgabengesetz», auch in Berlin die Begehrlichkeiten von Sicherheitsbehörden und Politiker*innen. Die drohende Gesetzesverschärfung wird Auswirkungen auf unser aller Alltag haben. In Fussballstadien ist dies bereits Realität. Im Kampf um Grundrechte helfen sich Fans daher gegenseitig. Die Fanhilfe Hertha BSC gab der Plumpe Redaktion ein kleines Interview.

„Hertha­-Fans vertei­digen Grundrechte – Interview mit der Fanhilfe Hertha BSC – Förderkreis Ostkurve e.V.“ weiterlesen