Yalla, Migrantifa!

Thema– Organisierte migrantische Gegenwehr aus den Berliner Kiezen in Zeiten des Rechtsrucks. Ein Plumpe-Interview mit Leila:

Warum eigentlich Migrantifa?

Migrantifa hat sich unter anderem als Reaktion auf die Terrorattacke in Hanau gegründet. Die Notwendigkeit für antifaschistische migrantische Selbstorganisierung war natürlich davor auch schon da, aber das Ereignis war nochmal ein Katalysator für das bundesweite zusammenfinden.
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Querfront made in Wedding – die «Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand»

Die sogenannten «Corona- Leugner*innen» also. Anfangs belächelt, nun seit Wochen in aller Munde: Rasant entwickelt sich eine diffuse Mischbewegung aus vorgestrigen Reichsbürger*innen, verschwörungsgläubigen Antisemit*innen, Esoteriker*innen oder Hippies, aus AfD- und Trump-Fans sowie allem was die neue und alte Rechte an Marschpersonal aus den Fußballstadien oder sächsischen Kleinstädten aufbieten kann.

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Proteste zum Vorkaufsrecht im Wedding: Viel gekämpft, etwas gewonnen

In diesem Sommer ging die Skjerven Group GmbH im Berliner Norden auf Einkaufstour. Das Unternehmen ist vor allem auf die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen spezialisiert und besitzt bundesweit mehrere tausend Wohnungen. Insgesamt 13 Gebäude landeten dieses Mal im Einkaufskorb, alle liegen in Milieuschutzgebieten.

Als die Bewohner*innen der von Skjerven gekauften Häuser von dem Kauf erfahren, organisieren sie sich und versuchen, den Bezirk zur Ausübung des Vorkaufsrechts zu bewegen. Es folgen mehrere Kundgebungen, ein offener Brief an die Berliner Politik und eine ganze Menge Öffentlichkeit.

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«Wir hatten zwar nur Stube und Küche, aber eine Innentoilette!» – Alltag und Widerstand proletarischer Frauen in den 20er und 30er Jahren

Eine Stadtführung durch den Wedding berichtete vom Alltag und Widerstand proletarischer Frauen in den 20er und 30er Jahren

Geschichte– Am 22.08. fand die DenkMalTour «Proletarische Frauen im Wedding» statt, die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Helle Panke e.V. und den NaturFreunden Berlin veranstaltet wurde. Die Stadtforscherin Dr. Christine Scherzinger beginnt an der Ecke Kameruner Str./Lüderitzstr., von den Lebensbedingungen der Arbeiter*innen im «Roten Wedding» zu erzählen. In den Häusern mit drei bis sechs Hinterhöfen wohnen hauptsächlich Arbeiterfamilien mit vielen Kindern. Ein Bericht der Zeitzeugin Ursula Pawelke (geb. 1922) hebt die Besonderheit der Innentoilette hervor, die sie als Tochter eines Schlossers gemeinsam mit der Familie nutzt. In den 20er Jahren immer noch verbreitet waren Toiletten, die sich hunderte Mieter*innen eines Hauses teilen.

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