„Unser Theater ist Selbst-Empowerment von der Klasse für die Klasse“

Kultur – Das Theather X macht seit 2009 emanzipatorische Kunst in Moabit. Es versteht sich als alternatives CommUNITY-Theater, das von Jugendlichen und Mitarbeiter*innen gemeinsam, im Co-Management, konzipiert und betrieben wird. Im Zentrum des Bühnenprogramms und der Eigenproduktionen steht eine kritische künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen aus der Perspektive marginalisierter Jugendlicher. Wir sprachen mit dem künstlerischen Leiter des Kollektivs Ahmed Shah:

Was ist das Theater X?

Das Projekt Theater X steht für die Orte, die es nicht gibt, für die Geschichten, die nicht erzählt werden. Geschichten von Existenz und Widerstand von Frauen, von queeren Menschen, von Menschen aus anderen Orten der Welt, von Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben. Das was es nicht gibt, soll es geben, dachten wir, als wir dieses Projekt gestartet haben. X steht für den Inhalt unserer emanzipatorischen Kunst, die sonst keine Bühne findet. X heißt auch Widerstand im Geiste von Malcom X und Angela Davis. X ist aber auch ein Stil: caring, sharing, fair. Theater X ist ein solidarischer Ort, wo du hingehen kannst, wenn du Hilfe brauchst. Veränderung ist wichtig, nötig, möglich und wir möchten durch unsere Kunst etwas dazu beitragen. Wir machen Theater damit wir unser Leben verändern können. „„Unser Theater ist Selbst-Empowerment von der Klasse für die Klasse““ weiterlesen

«Klima der Angst» – Trotz Pandemie schiebt Berlin wieder ab

Weddinger Vereine fordern sofortigen Abschiebestopp

Thema–
Salam und Yaar sind Teil eines Netzwerks von Trägern, die sich im Wedding für Geflüchtete engagieren. Die Kiezkommune sprach mit ihnen über die Aufhebung des coronabedingten Abschiebestopps.

Durch das Coronavirus kam der Reiseverkehr im Frühjahr weltweit zum Erliegen, Abschiebungen wurden für kurze Zeit ausgesetzt. Doch mit den im Sommer erfolgten Lockerungen begründet das Land Berlin auch die Wiederaufnahme von Abschiebungen zum 15. Juni 2020. Pressemitteilungen des Berliner Flüchtlingsrats berichten von zwei Massenabschiebungen im Juli: unter den etwa 200 Betroffenen sind viele Rom*nja-Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderungen, wie auch eine krebskranke Frau, deren Chemotherapie noch nicht abgeschlossen war. Zusätzlich brisant dabei ist, dass das Zielland Moldawien vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet geführt wird.

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