„Der Streik hat uns näher zusammen gebracht“

Titel – Interview mit einer Pflegekraft aus dem Wedding zur Berliner Krankenhausbewegung.

Gleich zu Beginn: Was hat dich motiviert, dich dem Streik anzuschließen?

Ich wollte mich gerne aktiv an dem Streik beteiligen, da ich gemerkt habe wie sehr der Job an mir zehrt und ich nur weiter als Pflegekraft tätig sein kann, wenn es Verbesserungen gibt. 

Wie war die Stimmung unter den Kolleg*innen im Vorfeld und im Verlauf der Streiks?

In unseren Team ist die Streikbereitschaft insgesamt sehr hoch. Im Vorfeld war es aber unabdingbar, dass einer von Verdi zu uns auf Station gekommen ist und durch Einzelgespräche die Kolleg*innen überzeugt hat, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Der Streik hat uns als Team, das aus vielen neuen Kolleg*innen besteht, näher zusammen gebracht. Die Stimmung auf der Station selbst war durch die Konfrontation mit der Leitung sehr angespannt. Diese Anspannung hält noch bis heute an. 

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Wir werden von keiner Partei repräsentiert

„Fridays for Future schreibt gegen die Grünen? Gehören die nicht zusammen?“ Oft werden die Grünen als Repräsentation der Klimagerechtigkeitsbewegung gesehen und umgekehrt. Dabei ist das nicht der Fall!

Ein Gastbeitrag von Fridays for Future Mitte

Klar, in den Worten gibt es noch große Ähnlichkeiten: Die Grünen schrieben sich die sozialökologische Transformation auf die Wahlplakate, sie experimentieren mit wachstumskritischen Positionen. Doch in der Realität sind die Grünen in ihren Taten zunehmend eine bürgerliche Partei der Mitte, die ihren wohlhabenden und zumeist weißen Wähler*innen möglichst wenig zumuten will – und sich damit umso öfter gegen wirkliche Veränderung und die Interessen von marginalisierten Gruppen stellt. Ganz grob könnte man sagen: Die Grünen stehen – auch das immer weniger – für kapitalistisch verträglichen Klimaschutz. Wir aber wollen Klimagerechtigkeit, die eine radikale Wandlung ganzer Systeme vorraussetzt und nicht unabhängig von intersektionalen, also sich überlappenden Unterdrückungsmechanismen gesehen werden kann.

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Ausgabe 9 – Wedding hat gewählt

Die Wahlen zum Bundestag, Abgeordnetenhaus, Bezirksverordnetenversammlung und Volksentscheid „Deutsche Wohnen und Co enteignen!“ in Berlin und damit im Wedding sind nun schon ein paar Monate vorbei. Doch die Ergebnisse und Folgen werden jetzt erst nach und nach sichtbar und spürbar auch für uns im Wedding. Grund genug in der aktuellen Ausgabe der PLUMPE einen Blick zurück werfen und schauen, was uns die Wahlergebnisse (nicht) bringen werden.
Dazu stellt das Kiezteam Wedding der Initiative „Deutsche Wohnen und Co enteignen“ vor, wie es jetzt bei ihnen nach dem gewonnenen Volksentscheid weitergeht (Seite 4) und Fridays for Future Mitte zeigt uns, was wir bezüglich Klimaschutz von den neuen Regierungen erwarten können (Seite 5).  Die in der sozialen Arbeit gerade bei feministischen Texten zu befürchtenden Kürzungen, die sich bereits in den letzten beiden Corona-Jahren angekündigt haben werden auf Seite 6 beschrieben.
In unserer Rubrik Geschichte schauen wir diesmal auf die Vergangenheit des Freibad Plötzensee und die unter anderem dort vertretene Arbeitersportbewegung (Seite 8). In den weiteren Themen geht es diesmal um die fiesen Methoden der Blaczko-Hausverwaltung, rechte Aktivitäten von Querdenker*innen im Wedding und die Arbeitskämpfe bei den Fahrer*innen von Essenslieferanten. Und schließlich haben wir in unserem Kulturteil für euch eine Rezension von „Seltsame Sterne starren zur Erde“ der in Berlin lebenden Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar (Seite 14).
Wenn ihr uns eure Meinung zur neuen Plumpe schreiben wollt, Exemplare bestellen wollt oder eigene Artikel und Leserbriefe einbringen wollt dann meldet euch gern per Mail unter:
post(at)plumpe.online

Die komplette Ausgabe im PDF Format.

Der Druck dieser Ausgabe wird finaziert vom Netzwerk Selbsthilfe.

Logo Netzwerk Selbsthilfe

Abholen

In den Weddinger Kiezen gibt es einige offizielle Anlaufpunkte um euch euer Exemplar der PLUMPE zu sichern! Hier eine kleine Auflistung:

  • Café Cralle Frauen*kneipenkollektiv, Hochstädter Straße 10 A
  • Basta! Die Erwerbsloseninitiative, Schererstr. 8
  • Kommune65, Buttmannstraße 1a
  • Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Str. 74

Jenseits davon findet ihr die aktuelle Ausgabe in dem ein oder anderen Café, Imbiss oder Spätkauf zwischen Amrumer Straße., Leopoldplatz, Nauener Platz, Badstraße und Brunnenviertel wieder, einfach die Augen offen halten! Wir senden euch auch gerne Exemplare zu!