Kurzüberblick: Rassistische Vorfälle in Mitte 2018 stark angestiegen

Themen – Das «Berliner Register zur Erfassung extrem rechter und diskriminierender Vorfälle in Berlin» erfasste im Bezirk Mitte 2018 insgesamt 495 Vorfälle, gegenüber 344 im Vorjahr 2017. Besonders auffallend ist hier die erschreckende Zunahme von rassistischen Vorfällen, insgesamt 272 im Jahr 2018, gegenüber 145 im Jahr 2017.

Darunter waren 25 körperliche Angriffe und 75 rassistische Bedrohungen und Beleidigungen. Erschreckend hoch wie im Vorjahr blieben auch antisemitische Vorfälle mit 91, jedoch nahmen auch hier Angriffe (13 statt 2017: 8) und Bedrohungen und Beleidigungen (37 statt 2017: 17) deutlich zu gegenüber z.B. vom Berliner Register auch erfassten Propaganda-Aktivitäten. Insgesamt wurden in Mitte 136 (2017: 48) Bedrohungen/Beleidigungen und 62 Angriffe (2017: 60) erfasst, mehr als in jedem anderen Berliner Bezirk.

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Geschichten der Organisierung gegen große Immobilienkonzerne

Weddinger Protest gegen Mietenwahnsinn bei der Demonstration «Unsere Häuser, unsere Kieze. Gegen die Stadt der Reichen!» am 30. April 2019

Weddinger Mieter*innen wehren sich gegen Vonovia, Deutsche Wohnen, Akelius und Co.

Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen Vonovia kennen viele Weddinger*innen aus eigener leidvoller Erfahrung. Die an der Börse gehandelte Immobilien-Aktiengesellschaft verfügt im Berliner Norden, im Wedding und Reinickendorf, über große Wohnungsbestände. Die Vonovia ist bekannt für horrende und undurchsichtige Betriebskostenabrechnungen, lange Wartezeiten bei Belegeinsichten und flächendeckende Modernisierungen mit massiven Mietsteigerungen. Dieses Vorgehen ist kein Zufall, sondern in der profitorientierten Geschäftspolitik des Konzerns angelegt, weshalb Kritiker*innen auch vom «System Vonovia» sprechen.

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Frauen im Wedding – Aktionen um den 8. März und feministische Anlaufpunkte im Kiez

Titelthema– Mit großem Medienrummel wurde in diesem Jahr das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechtsgefeiert. Das nehmen wir in dieser Ausgabe zum Anlass, uns näher mit dem Stand der Geschlechtergerechtigkeit und Lebenswirklichkeit von Frauen im Wedding auseinanderzusetzen. Wir sprachen unter anderem mit dem Mädchenladen Clara am Leopoldplatz über Fußballtraining und Selbstorganisierung von Mädchen und jungen Frauen, mit einer Aktivistin, die sich an der Vorbereitung des Frauen*streiks in Berlin beteiligt und mit der AG 8. März der Basisgewerkschaft FAU über ihre Veranstaltungsreihe zum diesjährigen Frauen*kampftag und gewerkschaftliche Organisierung in sogenannten «Frauenberufen» wie der Gastronomie.

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Wer baut was im Wedding und für wen?

Ein scharfer Blick auf das Geschäft mit Wohnraum

Titelthema– Nun ist es auch in der Berliner Politik angekommen: In Berlin wird bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt! Die vermeintliche Lösung lautet daher: Bauen! Bauen! Bauen! Dabei steht die Behauptung von Politik und Immobilienwirtschaft im Raum, dass das allen Menschen in der Stadt zugute komme, egal welche Art von Wohnungen gebaut werde. Aber stimmt diese Behauptung?

Dies wollen wir für den Wedding überprüfen und fragen uns: Was wird hier eigentlich von wem für wen gebaut? Sind die hier entstehenden Neubauten tatsächlich in der Lage, den Mangel an Wohnraum für Alleinerziehende, Auszubildende, Transferleistungsempfänger*innen (bspw. Hartz-4), Geflüchtete und andere zu decken?

Mit Hilfe der kiezkarte.org (selbst Einträge hinzufügen) wurden über 60 Neubauten im Wedding (Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) aufgelistet, die in den letzten fünf Jahren fertiggestellt wurden oder im Bau sind. Davon waren 48 relevant für unsere Frage. Diese wollen wir uns nun genauer ansehen. „Wer baut was im Wedding und für wen?“ weiterlesen